Kellerwald-Bikemarathon 2004
Wie die beiden Jahre zuvor war der Kellerwald-Bikemarathon der Saisonstart für die Königstuhlbikers (Hans, Bernhard und Stefan) und mich. Wir sind nach gegen 15:30 Uhr von Heidelberg aus mit 2 Wohnmobilen gestartet. Kurz vor der Abfahrt ist mir aufgefallen, dass Bernhard einen VW-Bus hat (Bernhard ist diesen Winter zu den Königstuhlbikern gestoßen) und es darin noch Platz für einen Beifahrer hat. Daraufhin wurde mein Rad auf den Fahrradträger des VW-Bus montiert, meine Utensilien in den Bus gepackt und wir fuhren Richtung Gilserberg.
In Gilserberg angekommen musste erst noch an Stefans "altem" MTB der Schaltungszug erneuert werden, also Werkzeug raus und schrauben. In der Zwischenzeit habe ich mir einen Platz in der angrenzenden Schule für mein Nachtquartier reserviert. Wie im Vorjahr habe ich im Schlafsack und auf der Isomatte genächtigt. Nachdem wir die Startnummern abgeholt hatten ging es zum Essen, wie bei solchen Veranstaltungen üblich gab es am Vorabend eine Pastaparty. Da es Petrus an diesem Wochenende gut mit uns meinte konnten wir unser Abendessen im Freien einnehmen. Nach solch reichlichem Mahl mussten wir erst mal einen Verdauungsspaziergang unternehmen. Im Highland Pub genossen wir noch ein köstliches irisches Bier (Brauerei fällt mir nicht ein) und gingen gemütlich zum Parkplatz zurück. Dort sah man wie diszipliniert die Spezies Marathonbiker ist, fast alle Lichter in den Wohnwagen- und mobilen waren aus, es war gerade mal 22:00 Uhr. Als ich in die Schule kam bot sich das gleiche Bild, das Licht war schon aus, es war ruhig und ich konnte gut einschlafen.
Am Sonntagmorgen dann die Überraschung (für mich), mein überstanden geglaubter Heuschnupfen war wieder aufgeflammt. Die Nase war zu die Augen tränten und ich musste mindestens hundertmal niesen, schrecklich.


Zum Rennen:

Der Start war wieder sehr hektisch wurde aber durch eine Einführungsrunde um den Ort Gilserberg beruhigt. Als es dann auf der Strecke bergauf ging konnte ich viele Plätze gut machen, ich hatte gute Beine. Dann aber kam der Defektteufel. Auf der ersten langen Abfahrt bekam ich einen Platten, Hinterrad raus, Reifen runter, nach dem Übeltäter suchen, neuen Schlauch rein und dann pumpen, pumpen, pumpen, pumpen, pumpen, pumpen, pumpen, pumpen. In der Zwischenzeit (es waren bestimmt 5 Minuten vergangen) wurde ich von sehr vielen Teilnehmern wieder überholt. Mit einem, nicht ganz optimal aufgepumpten, Hinterradreifen bin ich dann die restliche Abfahrt runter gefahren bis ich einen Feuerwehrmann antraf, dessen große Luftpumpe ich benutzen durfte. Danach ging es dann ohne weitere Probleme weiter. Nach der ersten Runde hab ich mich noch fit gefühlt und war mir sicher, dass ich meine Zeit von 2003 unterbieten kann. Im weiteren Rennverlauf lief es ganz ordentlich nur der starke Wind machte mir zu schaffen. Nach 4 Stunden und 18 Minute bin ich dann im Ziel angekommen. Mein Ziel, die Zeit von 2003 zu unterbieten habe ich geschafft, ich war 48 Minuten schneller unterwegs.

Alles in Allem war es ein sehr schönes Wochenende und jeder von uns war mit seiner Leistung zufrieden. Bernhard hat den Sieg in seiner Altersklasse erreicht, Hans wurde in seiner Altersklasse hervorragender Elfter und Stefan wurde, nach einem sehr ärgerlichen Missgeschick beim Reifenwechseln, 65.er.


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Ergebnisliste mit unseren Platzierungen inklusive dem Ersten und Letzen:

Ergebnis 40km, 950Hm
Ergebnis 80km, 1900Hm


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